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Elchfakten
 

Elch (Alces alces)
Kategorie:
Säugetiere (Mammalia)

Auftrag:
Paarhufer (artiodactyla)

Familie:
Hirsche (Cervidae)

Gewicht:
Schwedischer Stier
200-550 Kilogramm.
Schwedische Kuh
250-375 Kilogramm.

Größe:
Körperlänge 200-290 Zentimeter.
Höhe Mann 180-210 Zentimeter.
Höhe Frau 150-170 Zentimeter.

Lebensdauer:
20-25 Jahre.

Geschichtliche Übersicht über Elche

Während der Steinzeit lebte war der Elch in den meisten Teilen der europäischen Wälder zu finden. Doch die geringe Anzahl der Eich-Knochen, die in der Nähe von Siedlungen gefunden wurden, deuten darauf hin, dass der Elch keine leichte Beute für unsere Vorfahren war.
Im 11. Jahrhundert lebte nur noch ein kleiner Stamm von Elchen in den mitteleuropäischen Wäldern, und kurz darauf verschwand die Elchpopulation vollständig.
Der Elch war ein mystisches Tier und Künstler während dieser Zeit malten den Elch als ein Fabelwesen mit korkenzieherartigem Geweih, und zeigten damit, dass sie nie einen Elch gesehen hatten.
In Schweden wurden Elche im frühen Mittelalter schonungslos gejagt und bereits im 13. Jahrhundert wurden die ersten Einschränkungen für die Elchjagd eingeführt. Es gab Zeiten, in denen der Elchstamm sehr gering war und im 17. und 18. Jahrhundert kam der Elch in großen Teilen von Schweden sogar nur sporadisch vor. Selbst in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts war der Elch in Teilen Schweden gesetzlich geschützt. Man schätzt, dass es heutzu tage zwischen 400.000 und 500.000 Elche in Schweden gibt.
 
 

Wo kann man auf Elche treffen?

Elche kommen in ganz Schweden, außer auf Gotland vor. Am wohlsten fühlen sie sich in Misch- oder Nadelwald, wo sie Nahrung und Schutz suchen. Der Elch beansprucht kein Revier für sich, sondern hat ein so genanntes Heimgebiet, in dem er sich eine gewisse Zeit aufhält, wie zum Beispiel einen Winter, ein Jahr oder während eines Sommers. Im Norden haben die Elche in der Regel größere Heimgebiete als im Süden. Das liegt daran, dass das Futter im Norden spärlicher wächst, so dass eine größere Fläche nötig ist, um die gleiche Menge an Nahrung zu finden. Die Durchschnittsgröße des Heimgebiets von Elchkühen ist ca. 1400 Hektar und von Bullen ca. 2600 Hektar. Außerhalb von Schweden findet man Elche unter anderem in Russland, Amerika und in unseren Nachbarländern Norwegen und Finnland.


Sind alle Elche gleich?

Es gibt 7 verschiedene Elch-Arten auf der Nordhalbkugel, aber wir teilen sie in Rassen ein, genauso wie Pferde, zum Beispiel nordschwedisch, Ardenner, gotlandsruss usw. Vier der Elch-Rassen sind im Norden, der USA und in Kanada anzutreffen, unter anderem der enorme "Alaska-Elch", der bis zu einer Tonne wiegen kann und dessen grandioses Geweih bis zu 2 Meter breit sein kann. Ferner gibt es in Asien 2 Arten und in Skandinavien haben wir den schwedischen Elch.



Was kennzeichnet einen Elch?

Der lateinische Name unseres schwedischen Elches ist Alces alces und stammt vermutlich vom griechischen alkè , was "Stärke" bedeutet. Der Elch ist das größte Tier in den schwedischen Wäldern. Er ist leicht an der Größe, an dem charakteristischen Kopf mit dem großen Maul, den großen Ohren und Kinnbart zu erkennen, und nicht zuletzt an dem besonderen Buckel am Widerrist
Die Farbe kann von fast schwarz bis dunkelbraun variieren, aber kann auch hellbraun bis fast grau sein. Es gibt auch weiße Elche, aber die sind sehr selten. Die Kälber sind während ihres ersten Sommers rotbraun.
Elche wiegen zwischen 250 und 550 kg und können eine Schulterhöhe von bis zu 2 m haben. Der Bulle wiegt im Durchschnitt 20% mehr als die Kuh und hat im Gegensatz zur Kuh ein Geweih für den größten Teil des Jahres.



Ein Elch entsteht

Ein Elch kann bereits nach reichlich einem Jahr geschlechtsreif sein, aber im Normalfall ist er es im Alter von zwei Jahren. Im Herbst - Ende September bis Anfang Oktober - ist die so genannte Brunstzeit, das heißt die Zeit im Jahr, während der sich die Elche paaren. Im Süden beginnt die Brunstzeit eher als im Norden. Die Brunstzeit wird damit eingeleitet, dass die Bullen die Hautschicht, die bis dahin ihr Geweih bedeckt hat, abreiben. Ein paar Wochen später graben sie so genannte Brunstgruben in den Boden, in die der Elch uriniert und sich anschließend darin wälzt, um richtig männlich zu riechen. Die Kuh ist nur einen Tag lang empfänglich für die Befruchtung und wenn sie nicht trächtig wird, dann wird sie drei Wochen später noch einmal brünstig. Die Kuh ist 8 Monate (235 Tage) lang trächtig und gebiert dann ein oder zwei Kälber. Drillinge können vorkommen, sind aber selten. Das Kalb ist schnell auf den Beinen und folgt seiner Mutter fast sofort. Zuerst trinkt es nur Milch, doch es dauert nicht lange, bis es anfängt Pflanzen zu kosten. Das Kalb wächst schnell und schon im Alter von 6 Monaten wiegt es um die 150 kg. Das Kalb folgt seiner Mutter bis einige Wochen vor der nächsten Geburt. Dann verstößt die Kuh das Kalb und es muss selbst klarkommen.



Geweih

Nur männlichen Elchen wächst ein Geweih und das breite Geflecht mit den verlängerten Sprossen gibt dem Elch ein einzigartiges und markantes Aussehen. Das Geweih beginnt im zeitigen Frühling von den Stirnbeinfortsätzen (vor und hinter den Ohren) aus zu wachsen.
Während es wächst, ist es mit einer weichen Haut bedeckt, die Bast genannt wird und ein flaumiges Aussehen hat. Der Bast wird gut durchblutet, um das wachsende Geweih zu ernähren. Während das Geweih wächst, ist es relativ weich und anfällig für Verletzungen. Eine Verletzung während der Wachstumsphase führt oft zu einem gewissen Grad an Unregelmäßigkeit in der endgültigen Form. Wenn die Beschädigung nicht zu groß war, mag die Missbildung im folgenden Jahr verschwunden sein. Nach dem Ende der warmen Sommermonate erreicht das Geweih sein maximales Wachstum und beginnt zu erhärten. Der Bast wird nicht mehr gebraucht und stirbt ab.
Elchbullen reiben ihr Geweih gegen Sträucher und Bäume um den Bast abzustreifen und damit die lange bedeckten knöchernen Strukturen freizulegen.
 
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